Zu den bekanntesten Filmen von Steven Spielberg gehören „Der weiße Hai“, „E.T. – Der Außerirdische“, „Jurassic Park“, „Schindlers Liste“ und „Der Soldat James Ryan“. Auch die ersten vier „Indiana Jones“-Filme inszenierte er selbst. Seine Regiearbeiten reichen von Abenteuerfilmen und Science-Fiction bis zu historischen Dramen und dem Musical „West Side Story“. Mit „Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit“ kam 2026 eine weitere Science-Fiction-Arbeit hinzu.
Wer Filme von Steven Spielberg sucht, sollte allerdings auf seine jeweilige Aufgabe achten: Nicht jeder Film, der mit seinem Namen oder seiner Produktionsfirma Amblin verbunden ist, entstand unter seiner Regie. Die folgende Übersicht konzentriert sich auf selbst inszenierte Werke und ordnet zentrale Titel ein.
Filme von Steven Spielberg im Überblick
Diese Auswahl führt Regiearbeiten aus verschiedenen Phasen seiner Laufbahn auf. Die Jahreszahlen beziehen sich auf die ursprünglichen Erscheinungsjahre, nicht zwingend auf den deutschen Kinostart. Auch die offizielle Filmübersicht von Amblin unterscheidet Spielbergs Regiearbeiten von weiteren Produktionen des Unternehmens.
| Jahr | Film | Inhalt oder Einordnung |
|---|---|---|
| 1971 | Duell | Ein Autofahrer gerät ins Visier eines bedrohlichen Lastwagenfahrers |
| 1975 | Der weiße Hai | Ein Hai bedroht einen amerikanischen Küstenort |
| 1981 | Jäger des verlorenen Schatzes | Das erste Kinoabenteuer mit Indiana Jones |
| 1982 | E.T. – Der Außerirdische | Ein Junge freundet sich mit einem gestrandeten Außerirdischen an |
| 1984 | Indiana Jones und der Tempel des Todes | Zweiter veröffentlichter Film der Abenteuerreihe |
| 1985 | Die Farbe Lila | Literaturverfilmung |
| 1987 | Das Reich der Sonne | Kriegsdrama |
| 1989 | Indiana Jones und der letzte Kreuzzug | Weiteres Abenteuer mit Harrison Ford |
| 1991 | Hook | Fantasyfilm |
| 1993 | Jurassic Park | Genetisch erschaffene Dinosaurier werden zur Gefahr |
| 1993 | Schindlers Liste | Historisches Drama über Oskar Schindler und die Rettung verfolgter Juden |
| 1998 | Der Soldat James Ryan | Eine Soldatengruppe erhält einen Rettungsauftrag im Zweiten Weltkrieg |
| 2002 | Minority Report | Zukunftsthriller über die Verhinderung vorhergesagter Morde |
| 2002 | Catch Me If You Can | Verfolgungsjagd zwischen einem Hochstapler und einem FBI-Ermittler |
| 2008 | Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels | Spielbergs vierte Regiearbeit innerhalb der Reihe |
| 2021 | West Side Story | Neuverfilmung des Bühnenmusicals |
| 2022 | Die Fabelmans | Ein vom Leben des Regisseurs inspiriertes Familiendrama |
| 2026 | Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit | Science-Fiction-Film nach einer Geschichte von Spielberg |
Die Auswahl ist keine vollständige Filmografie. Sie zeigt jedoch, weshalb eine reine Aufzählung von Abenteuerfilmen seinem Werk nicht gerecht wird: Zwischen „Jurassic Park“ und „Schindlers Liste“ liegt kein Jahrzehnt, sondern dasselbe Erscheinungsjahr.
Von „Duell“ zu „Der weiße Hai“
„Duell“ entstand 1971 zunächst als Fernsehfilm. Dennis Weaver spielt einen Autofahrer, der auf einer Geschäftsreise von einem Tanklastwagen verfolgt und bedroht wird. Richard Matheson schrieb die zugrunde liegende Geschichte und das Drehbuch.
Die Ausgangslage braucht wenig Erklärung: Ein Mann ist unterwegs, ein anderer Verkehrsteilnehmer macht die Straße für ihn lebensgefährlich. Wer Spielbergs frühe Arbeiten kennenlernen möchte, findet hier einen Film, dessen Handlung auf diese Verfolgung konzentriert bleibt.
Vier Jahre später erschien „Der weiße Hai“. Im Küstenort Amity müssen Polizeichef Martin Brody, Meeresbiologe Matt Hooper und Haijäger Quint einen Weißen Hai stoppen. Roy Scheider, Richard Dreyfuss und Robert Shaw übernehmen diese Rollen.
Zum Film gehört die Musik von John Williams, die mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Weitere Oscars erhielt die Produktion für Ton und Schnitt. „Der weiße Hai“ wurde zudem ein enormer Kinoerfolg und stand nach seiner Veröffentlichung an der Spitze der bis dahin erfolgreichsten Filme.
Indiana Jones, „E.T.“ und „Jurassic Park“
Mit „Jäger des verlorenen Schatzes“ begann 1981 die Kinoreihe um den von Harrison Ford gespielten Archäologen Indiana Jones. Spielberg führte anschließend auch bei „Der Tempel des Todes“, „Der letzte Kreuzzug“ und „Das Königreich des Kristallschädels“ Regie.
Für die Suche nach seinen Filmen ist diese Abgrenzung besonders hilfreich: Die ersten vier veröffentlichten Indiana-Jones-Abenteuer sind Spielberg-Regiearbeiten. Der fünfte Film gehört in dieser Hinsicht nicht dazu.
„E.T. – Der Außerirdische“ erzählt dagegen von der Freundschaft zwischen dem Jungen Elliott und einem auf der Erde zurückgelassenen Außerirdischen. Henry Thomas spielt Elliott. Im Mittelpunkt steht die Verbindung zwischen den beiden und die Frage, wie E.T. wieder nach Hause gelangen kann.
„Jurassic Park“ führt 1993 in einen Freizeitpark mit genetisch wiedererschaffenen Dinosauriern. Sam Neill, Laura Dern und Jeff Goldblum gehören zur Besetzung. Grundlage war Michael Crichtons Roman; am Drehbuch arbeiteten Crichton und David Koepp.
Auch die Herstellung der Dinosaurier erklärt die Bedeutung des Films: Die Produktion verband computergenerierte Bilder mit mechanisch bewegten, körperlich vorhandenen Modellen. Diese sogenannten animatronischen Figuren entstanden unter der Leitung von Stan Winston. Die Tiere wurden also nicht ausschließlich am Computer erzeugt.
Historische Dramen und die Regie-Oscars
Im selben Jahr wie „Jurassic Park“ erschien „Schindlers Liste“. Liam Neeson verkörpert Oskar Schindler, der während der nationalsozialistischen Verfolgung jüdische Menschen vor der Ermordung rettete. Ben Kingsley und Ralph Fiennes gehören ebenfalls zur Besetzung. Steven Zaillian schrieb das Drehbuch nach dem Buch von Thomas Keneally.
Bei der Oscarverleihung 1994 erhielt „Schindlers Liste“ sieben Auszeichnungen, darunter für den besten Film und die beste Regie. Spielberg wurde sowohl als Regisseur als auch als einer der Produzenten ausgezeichnet. Diese beiden Preise betreffen unterschiedliche Aufgaben an derselben Produktion.
Seinen zweiten Regie-Oscar gewann er 1999 für „Der Soldat James Ryan“, der im Vorjahr erschienen war. Tom Hanks spielt den Anführer einer amerikanischen Soldatengruppe, die nach der Landung in der Normandie einen einzelnen Soldaten finden soll. Matt Damon übernimmt die Rolle von James Ryan.
Beide Filme behandeln den Zweiten Weltkrieg, erzählen aber unterschiedliche Geschichten. „Schindlers Liste“ konzentriert sich auf Verfolgung, Zwangsarbeit und Rettung während des Holocaust. „Der Soldat James Ryan“ folgt einer militärischen Einheit und ihrem Auftrag im Krieg.
Zwei unterschiedliche Filme aus dem Jahr 2002
Wie verschieden Filme von Steven Spielberg ausfallen können, zeigt auch das Jahr 2002. Damals erschienen sowohl „Minority Report“ als auch „Catch Me If You Can“.
„Minority Report“ spielt im Washington des Jahres 2054. Eine Spezialeinheit verhindert Morde mithilfe von Menschen, die kommende Verbrechen vorhersehen können. Tom Cruise verkörpert John Anderton, einen leitenden Ermittler, der selbst als künftiger Täter identifiziert wird.
Der Film beruht auf einer Geschichte von Philip K. Dick. Seine Handlung verknüpft die Verfolgung Andertons mit Fragen nach Überwachung und einer Justiz, die Menschen bereits vor einer begangenen Tat bestraft.
In „Catch Me If You Can“ stehen Leonardo DiCaprio und Tom Hanks einander gegenüber. DiCaprio spielt den Hochstapler Frank Abagnale, Hanks den FBI-Ermittler Carl Hanratty. Die Filmfigur Abagnale nimmt verschiedene berufliche Identitäten an und begeht Scheckbetrug, während Hanratty ihn verfolgt. Das Drehbuch von Jeff Nathanson basiert auf dem Buch von Abagnale und Stan Redding.
„West Side Story“, „Die Fabelmans“ und der Film von 2026
2021 brachte Spielberg „West Side Story“ als neue Verfilmung des Bühnenmusicals ins Kino. Rachel Zegler spielt Maria, Ansel Elgort Tony und Ariana DeBose Anita. Das Drehbuch stammt von Tony Kushner; die ursprüngliche Musik schrieb Leonard Bernstein, die Liedtexte Stephen Sondheim.
Bei „Die Fabelmans“ arbeiteten Spielberg und Kushner gemeinsam am Drehbuch. Der Film von 2022 greift Erfahrungen aus Spielbergs Kindheit und Jugend auf, erzählt sie jedoch anhand einer fiktionalen Familie. Gabriel LaBelle spielt den jungen Filmbegeisterten Sammy Fabelman, Michelle Williams dessen Mutter und Paul Dano seinen Vater. Es handelt sich um ein autobiografisch inspiriertes Drama, nicht um eine Dokumentation.
Zu den jüngsten Filmen von Steven Spielberg zählt „Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit“ von 2026. Die offizielle Filmseite zu „Disclosure Day“ nennt Spielberg als Regisseur und Urheber der Geschichte sowie David Koepp als Drehbuchautor. Zur Besetzung gehören Emily Blunt, Josh O’Connor, Colin Firth und Colman Domingo. Inhaltlich kehrt Spielberg damit zur Frage nach außerirdischem Leben zurück.
Welche Filme hat Spielberg nicht selbst gedreht?
Ein bekannter Abgrenzungsfall ist „Zurück in die Zukunft“ von 1985. Der Film gehört zum Amblin-Katalog, die Regie führte jedoch Robert Zemeckis. Das Drehbuch schrieben Zemeckis und Bob Gale.
Ähnlich liegt der Fall bei „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“ von 2023: Hier übernahm James Mangold die Regie. Spielberg war gemeinsam mit George Lucas als ausführender Produzent beteiligt.
Für eine persönliche Filmliste lohnt deshalb der Blick auf den Regieeintrag. Er beantwortet die entscheidende Frage, ob Spielberg den jeweiligen Film selbst inszenierte oder in einer anderen Funktion daran mitwirkte.









